Ressourcenorientierter Ansatz:

Der ressourcenorientierte Ansatz erkennt persönliche Kompetenz des Menschen und anerkennt seine Expertenschaft! Der ressourcenorientierte Ansatz glaubt an die Stärken und Potenziale, die in jedem Menschen stecken, wenn zum Teil auch verborgen. Der ressourcenorientierte Ansatz setzt an den persönlichen Fähigkeiten und positiven Erfahrungen an. Vorhandene Ressourcen, die bereits in der Vergangenheit erfolgreich eingesetzt wurden, können in der Gegenwart neu zur Erreichung von persönlichen Zielen aktiviert werden. (Aktivierung von Selbsthilfepotentialen und Unterstützungsnetzwerken) Nicht der, in Bildungssystemen (zumindest früher) übliche, defizitäre Ansatz führt Menschen zu (Höchst-)Leistungen, sondern das Erkennen von Potenzialen, Fähigkeiten, sowie ungenutzten Talenten. Begabungen erkennen, Kompetenzen fördern hilft Menschen bei deren Zielerreichung und führt zu Erfolgserleben.

Lernerorientierter Ansatz:

Lernende entscheiden – bewusst oder unbewusst, wann sie lernen, was sie lernen und wie sie lernen. Der lernerorientierte Ansatz ermöglicht es Lernenden ihre Selbstlernkompetenz zu erkennen, zu erfahren, einzusetzen, zu erweitern und/oder zu entwickeln. Lernende erhalten die Möglichkeit, ihr Ziel (z.B. den Hauptschulabschluss mit einer Durchschnittsnote von 2,0) zu erreichen. Der lernerorientierte Ansatz ermöglicht es Teilnehmer/innen schrittweise, „ihr“ Lernen selbstverantwortlich und selbstständig zu bestimmen. Lernende brauchen nicht den „allwissenden“ Lehrenden, sie brauchen kompetente Partner, die ihnen Erfahrungsräume für selbstständiges Ausprobieren und Lernen ermöglichen. In diesen Räumen ist Platz für Fehler – Raum für eigenes Gestalten.

Arbeitsintegrativer Ansatz:

Der arbeitsintegrative Ansatz erweitert die Selbstlernkompetenz, die eine wichtige Voraussetzung für das heute unerlässliche ‚lebenslange Lernen’ darstellt.
Wesentliche Elemente des arbeitsintegrativen Ansatzes sind die Konzepte des "entdeckenden Lernens" und des "erfahrungsgeleiteten Handelns". Beim "entdeckenden Lernen" wird nicht im Voraus gesagt, was und wie die Lernenden etwas zu tun haben, sondern sie müssen den Weg der Aufgabenbewältigung selbst herausfinden und dabei lernen. Der Lernende wird also nicht belehrt oder "unterwiesen", sondern er setzt sich selbst mit der Aufgabe auseinander, denkt sich hinein, erarbeitet sich einen Weg und probiert diesen dann selbständig aus. Erfolg oder Misserfolg zeigen ihm, ob seine Überlegungen richtig waren, ob er sach- und situationsgemäß gehandelt hat, ob er aufmerksam, konzentriert, freundlich genug usw. war. Er lässt sich von der Sache belehren und lernt dabei vieles über seinen Arbeitsgegenstand und den gesamten Kontext der Aufgabe. Er plant seine Vorgehensweise selbständig und sucht bei unerwartet auftauchenden Problemen selbst nach Fehlerquellen und Lösungsmöglichkeiten. Beim "entdeckenden Lernen" werden alle Fähigkeiten und Vorkenntnisse mobilisiert, über die der Lernenden bereits verfügt. Fehlende Kenntnisse oder Fertigkeiten, die für die Bewältigung der Aufgabe erforderlich sind, werden selbst gesteuert und selbst organisiert erworben.